Nachhaltigkeit , Wissen

14.03.21

Das grosse Abfackeln

Energieanwendung
Stephan Schmitz

In den Kohleminen galt es als lästiger Beglei­ter, es verur­sachte Schlag­wetter­­ex­plo­si­onen. Erdgas strömt aber auch aus Öl­bohrungen und macht die Arbeit gefähr­lich. Es wurde und wird des­halb meist direkt am Bohr­loch abge­fackelt. Rund ein Drittel des welt­weit aus­tretenden Erd­gases ver­brennt so ungenutzt. Noch schlimmer als das ver­brannte Gas ist das un­ver­brannte aus auf­gegebenen und schlecht ver­schlos­senen Bohr­­löchern. Hier tritt Methan aus, das noch viel klima­schädlicher ist als das durch Abfackeln entstandene CO2. In den USA gibt es 3,2 Millionen solcher Löcher, welt­weit weitere 26 Millionen. Allein die Sanierung der alten US-Öl­quellen würde rund 250 Milliarden Dollar kosten, die niemand bezahlen will. Das Ölzeit­alter wird so das Klima weit über das Ende der Öl- und Gas­förderung hinaus belasten.


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