Mobilität

09.09.20

Die Corona der See­fahrer, Berg­steiger und Elektriker

Energieerzeugung
Stephan Schmitz

Corona macht krank und macht Lärm und ist ge­fähr­lich. Corona­lärm sind die win­zi­gen Ent­la­dungen unter Hoch­span­nungs­lei­tungen. Bei hoher Luft­feuch­tig­keit bilden sich an den Un­eben­heiten des Drah­tseils Blitz­chen, die das cha­rak­te­ris­tische Surren er­zeu­gen. Aller­dings ist der Corona­lärm an Stark­strom­lei­tun­gen nur lästig, nicht ge­fähr­lich. Er er­zeugt auch keinen Elektro­smog. An neuen Leitungen ver­min­dern zudem speziell geformte Drähte den Corona­lärm. Gefähr­lich ist Corona­lärm da­gegen in der Natur. Das berüch­tigte Elms­feuer, das See­leute bei schlechtem Wetter an ihren Mast­spitzen sehen und als böses Omen deuten, besteht eben­falls aus Tau­sen­den kleinen Blitzen. Bei Elms­feuer droht akute Blitz­schlag­gefahr. Berg­steiger nennen das Elms­feuer «Pickelsausen». Wenn Gipfel­kreuz und Eis­pickel elek­trisch surren, müssen sie schleu­nigst ab­stei­gen und einen sicheren Ort suchen. Denn Corona macht nicht nur krank, sondern auch Blitze – sehr grosse und winzig kleine.

 


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