Nachhaltigkeit , Haus & Wohnen

13.06.21

Plus-Energie-Häuser werden immer mehr zum Standard

Seit dreissig Jahren zeichnet der Schweizer Solar­preis öko­lo­gisch vor­bild­liche Architektur aus.
zVg Solaragentur / Adrian Fischer, Adam Mork
Das Haus Brunner-Bapst in Waltensburg GR der Architekten Bearth & De­plazes erhielt den Norman Foster Solar Award. Es erzeugt achtmal so viel Strom, wie es selber braucht.

Es gibt immer mehr Solar­häuser – und doch noch immer viel zu wenige. Seit 30 Jah­ren zeichnet des­halb der Solar­preis ener­getisch gute Architektur aus. Dabei reicht es mittler­weile schon lange nicht mehr, einfach ein paar Panels aufs Dach zu schrauben. Es geht auch um ressourcen­schon­enden Um­gang mit Bau­ma­te­rialien, optimale Minergie-P-Dämmung und die Speicherung von Wärme im Bau­körper. Solche Häuser brauchen dann weder Heizung noch Kühlung und sind im Innern immer etwa 23 Grad warm, egal ob es draussen minus 10 Grad oder plus 30 Grad ist. Mit dem Norman Foster Solar Award wird zudem besonders attraktive nach­haltige Architektur ausgezeichnet.

 

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Ausgezeichnet wurden auch das Olympic House in Lausanne...

 

...und die Carports des Schindler-Campus in Ebikon LU.

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Die Schweiz ist zum aller­grössten Teil gebaut. Neu­bauten sind viel seltener als Um­bauten. Des­halb prämiert der Solar­preis auch Um-, An- und Weiter­bauten, so wie die Schweiz eben ent­standen ist. Hier zeigt sich sehr viel Kreativität. Das Argument, eine Solar­anlage auf einem schönen alten Bauern­haus sei hässlich, wird in viele Bei­spielen wider­legt. Gerade bei alten Häusern sind ener­getische Sa­nie­rungen sehr sinnvoll, und moderne, dach­in­te­grierte Solar­an­lagen wirken auch auf historischen Stadt­villen oder hablichen Bauern­häusern mittler­weile sehr edel.

 

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In Tomils GR wurde das Mehr­familien­haus saniert. Es bildet nun zusammen mit den benach­barten Häusern und deren Solar­anlagen einen Zusammen­schluss zum Eigen­verbrauch (ZEV).

 

Die Häuser der Plus-Energie-Siedlung in Möriken AG mit 35 Wohnungen sind Holz­bauten und ­erzeugen auf Dächern, Fassaden und Balkon­brüstungen auch noch Strom für die Nachbarschaft.

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Wichtig ist für den Geschäfts­führer der Schweizer Solar­agentur, Gallus Cadonau, aber auch der Aus­bau von Solar­an­lagen auf Gewerbe­immobilien. Hier sind die grössten An­lagen möglich, und vor allem kann hier der an­fal­lende Strom tags­über am besten genutzt werden. So werden mittler­weile -Solar­dächer auf Logistik­zentren und Park­häusern gebaut oder auch Super­märkte und Werk­höfe architektonisch attraktiv ganz in Solar­zellen eingekleidet.

solaragentur.ch

 

Ehemalige Scheunen lassen sich genauso ökologisch umbauen….
…wie man habliche Bauernhäuser elegant erweitern kann. Und auch das komplett als Solar­anlage ausgeführte Dach passt perfekt aufs bestehende Haus.
Bei Neubauten ist es einfacher, Ökologie und Sonnen­energie von Anfang an mit einzuplanen.
Auf Industrie­gebäuden und Park­häusern gibt es noch immer jede Menge freie Dach­flächen. Hier ist PV besonders geeignet, weil der tags­über produzierte Strom sofort verbraucht wird.
Auch das olympische Komitee in Lausanne hat ökologisch gebaut.

 


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