Die Services Industriels Lausanne (SIL) wurden 1896 gegründet und sind das städtische Versorgungsunternehmen von Lausanne. SIL versorgt die Stadt und zahlreiche angrenzende Gemeinden mit elektrischer Energie, Erdgas, Fernwärme sowie Telekommunikations- und Multimediadiensten. Das Unternehmen ist kommunal und zeichnet sich durch seine verantwortungsbewusste Nähe zur Kundschaft und die Umsetzung nachhaltiger Stadtentwicklungsprinzipien aus.
SIL betreibt eigene Wasserkraftwerke – darunter das Kraftwerk Lavey –, Windkraftanlagen, Photovoltaikzentralen und das Heizkraftwerk Pierre-de-Plan. Über das Fernwärmenetz werden mehr als 1.000 Gebäude versorgt. Das Gasnetz erstreckt sich über mehr als 40 Gemeinden, und das Multimedianetz (TV, Internet, Telefonie) bedient die ganze Stadt Lausanne und 13 weitere Gemeinden. Zu den bedeutenden Projekten zählt die Abfallverwertungsanlage Tridel, deren Abwärme für die Fernwärme genutzt wird.
Rund 79,5% des Stroms stammen aus eigener Wasserkraftproduktion. Weitere erneuerbare Anteile werden durch Windenergie und Solaranlagen gedeckt. SIL ist nach Prinzipien der nachhaltigen Stadtentwicklung ausgerichtet und fördert Energieeffizienz und Innovation, u.a. mit dem Programm "équiwatt", dem Fonds für Energieeffizienz (FEE), und durch Subventionen für den Kauf von E-Bikes sowie für private Solaranlagen.
Das Erdgas wird zu 90% aus Norwegen und zu 10% als Biogas aus Dänemark bezogen; bei der Versorgung kooperiert SIL über das Unternehmen Gaznat mit weiteren regionalen Energiepartnern.
Zu den verfügbaren Förderprogrammen zählen Zuschüsse für Solaranlagen, Wärmepumpen und energieeffiziente Systeme sowie Vergünstigungen für umweltfreundliche Gebäudesanierungen.
Place Chauderon 23, Postfach 7416, 1001 Lausanne, Schweiz