Teilzeit-Stromer verbrauchen mehr als gedacht
Plug-in-Hybride verbrauchen laut einer neuen Studie viel mehr Benzin als angegeben. Das zeigen die Daten von mehr als einer Million dieser mit einem Verbrenner kombinierten E-Autos.
Plug-in-Hybride verbrauchen laut einer neuen Studie viel mehr Benzin als angegeben. Das zeigen die Daten von mehr als einer Million dieser mit einem Verbrenner kombinierten E-Autos.
Die beliebte E-Auto-Kategorie mit Plug-in-Hybrid-Technik verbraucht bis zu 300 Prozent mehr Benzin als angegeben.
Plug-in-Hybride sind eine beliebte Fahrzeugkategorie, auch in der Schweiz. Mehr als 11 Prozent aller eingelösten Neuautos sind mit dieser Technik ausgerüstet, bei der zwischen Verbrenner- und Elektromodus umgeschaltet wird.
In den Unterlagen der Hersteller wird der Benzinverbrauch zu niedrig angegeben. Das zeigt eine neue Studie, an der auch das renommierte Fraunhofer-Institut beteiligt war. Sie wertet die Daten von mehr als einer Million Fahrzeugen mit Baujahr 2021 bis 2023 aus.
Die Studie zeigt: Die Fahrzeuge verbrauchen durchschnittlich fast sechs Liter Kraftstoff – 300 Prozent mehr als laut EU-Typgenehmigung. Selbst im Entlademodus, wo primär die Batterie genutzt wird, verbrauchen sie durchschnittlich drei Liter pro 100 Kilometer. Vor allem die Modelle von Porsche sind laut der Studie stark betroffen. Die Forscher vermuten, dass der Verbrenner unter realen Bedingungen viel häufiger anspringt als auf dem Prüfstand.
Nun fordern die Wissenschaftler, die EU-Regularien anzupassen. Die Flottengrenzwerte für CO2 seien unter realen Bedingungen zu ermitteln und dürften nicht auf den Prüfstand-Werten beruhen. Auch werden technische Lösungen diskutiert, etwa dass in Städten der Verbrenner automatisch ganz ausgeschaltet wird.