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EKZ PV-Anlage.
©EKZ
Energiepreise

EKZ-Strompreis sinkt um 11 Prozent

EKZ senkt die Stromtarife ab 2026 um 11 Prozent und zählt damit zu den günstigsten Energieversorgern der Schweiz. Gleichzeitig führt EKZ neue Tarifmodelle ein.

EKZ führt im kommenden Jahr einen saisonalen Energie-Einheitstarif und einen Wahltarif für dynamische Netznutzungs- und Energietarife ein.

Die Stromrechnung eines durchschnittlichen EKZ-Haushalts (3-Personen-Haushalt mit 2500 kWh/Jahr, ElCom H2-Profil) fällt laut Medienmitteilung im kommenden Jahr um rund 90 Franken niedriger aus. Im Vergleich zum Vorjahr entspricht dies einer Reduktion um 11 Prozent.

Für H4-Privatkunden mit einem Jahresverbrauch von 4500 kWh sinken die Tarife sogar um 12 Prozent. Damit zählen die Stromtarife von EKZ zu den günstigsten der Schweiz.

Der Hauptgrund für die Tarifsenkungen sind die gesunkenen Beschaffungskosten aufgrund tieferer Marktpreise für Energie. Dank der Beschaffungsstrategie von EKZ, bei der der Strom gestaffelt über einen Zeitraum von zwei Jahren eingekauft wird, konnte der Strom, der 2026 an die Kundinnen und Kunden geliefert wird (Beschaffungszeitraum: Mai 2023 bis April 2025), günstiger eingekauft werden als für das laufende Tarifjahr 2025.

Weitere Neuerungen von EKZ

  • Hoch- und Niedertarif werden durch ein zeitgemässes Tarifmodell abgelöst: EKZ führte 2024 einen Einheitstarif für Netznutzungsprodukte ein. Ab 2026 ersetzen saisonale Einheitstarife den Hoch-/Niedertarif für Energie, mit quartalsweisen Anpassungen entsprechend realer Produktions- und Verbrauchsbedingungen. Kunden profitieren in sonnenreichen Monaten von günstigeren Tarifen. Der neue Energie-Einheitstarif liegt unter dem bisherigen Niedertarif, was den Strom unabhängig vom Bezugsquartal für alle Kunden vergünstigt.
  • Wahltarif für dynamische Netznutzungs- und Energietarife schafft Anreize für netzdienliches Verhalten: Basierend auf dem Pilotprojekt OrtsNetz bietet EKZ ab 2026 einen Wahltarif für dynamische Tarife an. Kunden mit flexiblen Stromverbrauchern können Kosten sparen, indem sie Strom zu günstigen Zeiten nutzen und damit das Netz entlasten. Da manuelle Steuerung kaum praktikabel ist, empfiehlt sich ein Energiemanagementsystem (EMS) und ein kommunikativer Smart Meter ist erforderlich.
  • Neue Struktur der Stromrechnung: Ab 2026 weist EKZ den Messtarif als separate Komponente aus, der den bisherigen Grundtarif ersetzt. Neu erscheint auch der Swissgrid-Zuschlag für solidarisierte Kosten auf der Rechnung, der Netzverstärkungen und die Unterstützung der Stahl- und Aluminiumindustrie finanziert.
  • Rückliefertarife für PV-Anlagen neu geregelt: Ab 2026 werden Rückliefertarife für PV-Anlagen schweizweit harmonisiert. EKZ vergütet eingespeisten Strom zum quartalsweise gemittelten Referenzmarktpreis und gemäss anlagenspezifischer Minimalvergütung. Die EKZ-Rückliefertarife werden voraussichtlich sinken, mit saisonalen Unterschieden. Kleinere Anlagen erhalten in sonnenreichen Quartalen voraussichtlich die gesetzliche Mindestvergütung. Der Herkunftsnachweis wird auf Wunsch mit bis zu 3 Rp./kWh vergütet.