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Symbolbid: leuchtende Glühbirnen.
@anthony indraus / unsplash
Energiepreise

Milde Strompreissenkung

Die Strompreise sinken in der Schweiz im Durchschnitt um 4 Prozent. Die Unterschiede bleiben aber je nach Versorger und Region gross.

2027 zahlen Schweizerinnen und Schweizer in einem grösseren H4-Haushalt rund 50 Franken weniger pro Jahr.

Für die Eidgenössische Elektrizitätskommission ElCom handelt es sich um eine Stabilisierung auf einem «nach wie vor recht hohen Niveau». Ein typischer Haushalt bezahlt im kommenden Jahr im Mittel (Median) 26,5 Rappen pro Kilowattstunde (Rp./kWh). Die Senkung um 1,2 Rp./kWh gegenüber dem Vorjahr ist vor allem auf tiefere Kosten für die Energiebeschaffung zurückzuführen. Der Netztarif steigt nur leicht an, der Messtarif um vier Franken pro Jahr. Der Netzzuschlag bleibt bei 2,3 Rappen/kWh.

Grosse regionale Unterschiede

Ein Blick in die Datenbank zeigt höchst unterschiedliche Stromkosten für das nächste Jahr. In einigen Gemeinden sind Preise von mehr als 25 Rappen pro Kilowattstunde fällig. Die höchsten Tarife liegen sogar über 40 Rappen. Auch die Messkosten variieren stark, von 0 bis 180 Franken pro Jahr.

Eine weitere Entspannung dürfte kaum realistisch sein. Die Folgen des Iran-Kriegs und die steigenden Grosshandelspreise werden gemäss ElCom erst in den Folgejahren spürbar sein.

ElCom kritisiert Kommunikation

Die Aufsichtsbehörde kritisiert die Kommunikation der Energieversorger zum Thema Tarifveränderungen. Häufig seien die Begründungen unklar und nicht nachvollziehbar. Die ElCom publizierte einen Bericht zur Compliance-Prüfung (Link).

 

 

Strompreis

Der Strompreis besteht aus fünf Teilen:

  1. Netznutzungstarif: Transport durchs Leitungsnetz, inkl. Winterreserve.
  2. Energiepreis: gelieferte elektrische Energie.
  3. Abgaben: kommunale und kantonale Gebühren.
  4. Messtarife: Kosten fürs Messwesen.
  5. Netzzuschlag: Bundesabgabe für erneuerbare Energien und Gewässersanierungen; jährlich festgelegt, überall gleich.