Australischer CO2-Akku hält Kapazität während 30 Jahren
Im australischen Bundesstaat Victoria soll eine Batterie entstehen, die Energie in flüssigem Kohlendioxid speichert. Ganz ohne Lithium und Kobalt.
Im australischen Bundesstaat Victoria soll eine Batterie entstehen, die Energie in flüssigem Kohlendioxid speichert. Ganz ohne Lithium und Kobalt.
Hinter dem Projekt stehen die staatliche australische Energieversorgungsgesellschaft SEC und das italienische Cleantech-Unternehmen Energy Dome.
Es wäre Australiens erster kommerzieller CO₂-Speicher: Er liefert im Endausbau eine Leistung von 20 Megawatt und 10 bis 12 Stunden regelbaren, emissionsarmen Strom. Er basiert auf bewährter Kompressor- und Turbinentechnologie. Das Projekt soll den Kohleausstieg in der Region unterstützen und zugleich bestehende technische Kompetenzen in Victoria erhalten.
Der Strom wird thermodynamisch gespeichert – in einem geschlossenen Kreislauf. Überschüssiger Strom aus Solar- oder Windkraftanlagen treibt einen Kompressor an, der gasförmiges CO₂ unter Druck setzt und so verflüssigt. Die dabei frei werdende Wärme wird separat gespeichert.
Bei Bedarf wird der Vorgang dann umgekehrt. Nach Angaben des Herstellers entstehen keine Emissionen.
Energy Dome betreibt bereits eine erste kommerzielle Grossanlage: In Ottana auf Sardinien ging im Juli 2025 ein CO₂-Speicher mit 20 Megawatt Leistung und 200 Megawattstunden (MWh) Kapazität in Betrieb. Die Batterie ist für längere Speicherdauern konzipiert und soll dank ihres Konzepts während mindestens 30 Jahren keine Kapazität verlieren – wobei Langzeitdaten noch fehlen. Anders als Lithium-Ionen-Batterien sind CO₂-Batterien dieser Bauform flexibel und wirtschaftlich erweiterbar.