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Symbolbild behagliche Wärme auf der Fensterbank.
©thurplus
Thermische Netze

Fernwärme-Ausbau in Frauenfeld auf Kurs

Im Westen von Frauenfeld sind bereits über 770 Wohnungen erschlossen. Mit 101 bestellten Hausanschlüssen für 772 Wohneinheiten im Projekt Fernwärme West hat Thurplus bereits rund die Hälfte des Vertriebsziels erreicht.

Die städtische Energieversorgerin treibt den Ausbau des Fernwärmenetzes in Frauenfeld voran.

Im September 2022 stimmten 84 Prozent der Frauenfelder Bevölkerung dem Ausbau der Fernwärme West zu – ein klares Bekenntnis zur Wärmewende. Der Beschluss sieht ein Potenzial von 1'600 Haushalten und eine Erweiterung des Verteilnetzes auf 10,2 Kilometer vor.

Starke Nachfrage im Westen der Stadt

Per 31. Dezember 2025 verzeichnete Thurplus 101 bestellte Hausanschlüsse im Projekt Fernwärme West. Dahinter stehen 772 Wohneinheiten mit einem Jahresverbrauch von rund 6,9 Mio. Kilowattstunden. Das entspricht knapp 50 Prozent des gesteckten Ziels. Der Ausbau ist in vollem Gange: 35 Hausanschlüsse sind bereits realisiert.

In den vergangenen zwei Jahren verlegte Thurplus auf einer Leitungslänge von rund sieben Kilometern neue Fernwärmeleitungen im Westen der Stadt. Einen wesentlichen Teil der Leitungen konnte Thurplus im Rahmen der Komplettsanierung der Schaffhauserstrasse verlegen.

«Die grosse Resonanz der Eigentümerinnen und Eigentümer freut uns. Knapp die Hälfte des Vertriebsziels in dieser frühen Ausbauphase zu erreichen, zeigt, wie gross das Vertrauen in die Fernwärme als nachhaltige Heizlösung ist», sagt Tobias Bergau, Bereichsleiter Markt und Kunden bei Thurplus.

Fernwärme Altstadt: Ausbau schreitet voran

Ebenfalls Bestandteil der Abstimmungsbotschaft von 2022 ist das Projekt Fernwärme Altstadt. Ziel ist es, zukünftig 5,6 Mio. Kilowattstunden Fernwärme pro Jahr in der Altstadt abzusetzen. Bis Ende 2025 wurden 15 Hausanschlüsse bestellt, hinter denen 50 Wohneinheiten mit einem Jahresverbrauch von rund 0,7 Millionen Kilowattstunden stehen. Auch kantonale Liegenschaften, wie das neue Verwaltungsgebäude Vorstadt, das Amt für Volksschule und die Villa Bär, sind bereits angeschlossen.

In der Energiezentrale Altstadt wurden zwei Grosswärmepumpen mit natürlichen Kältemitteln in Betrieb genommen. Mit der für 2027/28 geplanten Neugestaltung der Innenstadt können künftig weitere Liegenschaften ans Netz angeschlossen werden. Der Ausbau Richtung Altstadt ist aufgrund der koordinierten Planung mit dem Strassenbau im Jahr 2027 vorgesehen.

Auch der bestehende Fernwärmering ARA wurde 2025 um 340 Meter erweitert. Vier neue Hausanschlüsse für insgesamt 82 Wohneinheiten wurden erstellt.

Weiterer Fernwärmeausbau im laufenden Jahr

Im laufenden Jahr erschliesst Thurplus das Gebiet Hummelstrasse bis Bienenweg und bindet mehrere Mehrfamilienhäuser ans Fernwärmenetz West an. Parallel dazu wird die Burgerholzstrasse Mitte und Ost erschlossen. Im Gebiet Scheuchenstrasse Ost werden zudem rund 160 Wohneinheiten des bestehenden Wärmeverbundes in die Fernwärme West integriert. Auch der Fernwärmering ARA wird erweitert: Ein Einkaufszentrum und ein grosses Gewerbegebäude erhalten einen Anschluss.

«Mit jeder neuen Leitung reduzieren wir unsere Abhängigkeit von fossilen Brennstoffen und schaffen gleichzeitig regionale Wertschöpfung», sagt Stefan Leuthold, Stadtrat und Departementsvorsteher Thurplus, Freizeit und Sport. Thurplus betreibt seit über zehn Jahren Fernwärmenetze in Frauenfeld. Die Leitungslänge des gesamten Leitungsnetzes umfasst inzwischen rund 18 Kilometer.