Zum Hauptinhalt springen
Josef Jenni am Jubiläumsfest
©jenni.ch
ei-Kolumne

50 Jahre für die solare Wärme

Josef Jenni ist einer der echten Pioniere erneuerbarer Energien. Er hat mit seiner 1976 gegründeten Solarwärme-Firma der Sonne als Kraftwerk zu Bedeutung verholfen.

Gegen alle Widerstände hat sich Jenni durchgesetzt. Eine kurze Würdigung zum 50-Jahr-Jubiläum.

Rund 900 Gäste am kürzlichen Jubiläumsfest, eine neue Biografie, die zweite Jenni-Generation übernimmt und den grössten Wärmespeicher der Firmengeschichte erstellt mit einer Höhe von 25 Metern, einem Durchmesser von 4,1 Metern und einem Fassungsvermögen von 320’000 Litern: Solarpionier Josef Jenni feiert das Jubiläumsjahr seines Lebenswerks gebührend.

Blick nach oben

Photovoltaik-Anlagen sind nicht besonders effizient. Ihre Module produzieren in der Regel je nach Technologie und Wetterbedingungen nur aus knapp einem Viertel der Sonnenenergie Strom. Solarthermie hingegen verwertet direkt und speichert Wärme günstiger als Strom. Im Sommer entstehen mit PV-Anlagen grosse Überschüsse, die Netzbetreiber nur ungern abnehmen und die auch immer schlechter vergütet werden. Jennis Wärmetanks arbeiten mit Sonnenstrom, Wärmepumpen, Holzschnitzeln oder Abwärmesystemen von Industriebetrieben zusammen. So wird die Sonne optimal genutzt.

Das hat Josef Jenni früh erkannt, damals während seiner Ausbildung zum Elektroingenieur. Er hinterfragte die damals boomende Atomkraft und wollte eine Alternative entwickeln. Sein Sonnenhaus in Oberburg – 1989 gebaut – zeugt vom Erfolg seiner immer wieder mal belächelten Anstrengungen. Mit einer neuen Excel-Vorlage kann heute jeder sein optimales Sonnenhaus berechnen.

Beharrlichkeit

Auch die Elektromobilität von heute hat er mitbeeinflusst. Jenni gilt als einer der Väter der 1985 erstmals gestarteten Tour de Sol. Die Fahrzeuge «tankten» direkt von der Sonne. Und Josef Jenni war schon damals klar, dass das Verbrennen in den Motorräumen der Welt keine Zukunft mehr hat.

Beharrlich ist Josef Jenni seinen Weg gegangen, steht nach 50 Jahren immer noch da, in der Hitze des Wandels, unermüdlicher Warner vor den Folgen der menschengemachten Klimaveränderung. Sein Lebenswerk zeigt, dass Mensch und Technologie mit erneuerbaren Energien um uns und über uns verbunden sind.