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KKL revidiert und Gösgen zieht Jahresbilanz
©KKL
Stromproduktion

KKL revidiert und Gösgen zieht Jahresbilanz

Knapp einen Monat dauert dieses Jahr die Hauptrevision des Kernkraftwerks Leibstadt. Zudem hat das KKG Gösgen seinen Geschäftsbericht 2025 veröffentlicht – mit deutlichem Produktionsrückgang.

Neben dem Austausch von Brennelementen und weiteren Instandhaltungs- und Projektarbeiten gehen in Leibstadt die Arbeiten an der Erneuerung der Strahlenmesstechnik weiter. Gösgen erholt sich langsam vom Dauerausfall im letzten Jahr.

Heute, Montag, 4. Mai 2026, startet das Kernkraftwerk Leibstadt (KKL) in die Jahreshauptrevision und hat bereits am Vortag mit dem schrittweisen Abfahrprozess begonnen. Während der vierwöchigen Revisionsabstellung ersetzt das KKL 140 von insgesamt 648 Brennelementen. Zudem werden ein Steuerstab und sechzehn Steuerstabantriebe ausgetauscht.

Was in Leibstadt geschieht

Neben wiederkehrenden Prüfungen an Systemen und Komponenten bilden Instandhaltungs- und Inspektionsarbeiten die Schwerpunkte der Revision. Dazu gehören in diesem Jahr der Ersatz einer Probeentnahmestation im Reaktorgebäude sowie die Erneuerung der Turbinen- und Heizdampfregelung. Im Rahmen des Mehrjahresprojektes zur Modernisierung der Strahlungsmesstechnik werden zudem weitere Raumstrahlungsmonitore ersetzt. Die Mitarbeitenden des KKL werden in diesem Jahr von rund 1200 externen Fachkräften unterstützt.

Seit Beginn des aktuellen Betriebszyklus am 28. Mai 2025 hat das KKL etwa 9'500 Gigawattstunden Strom produziert – das entspricht rund 16 Prozent des gesamten Strombedarfs der Schweiz.

Leiden unter langem Stillstand

Das Kernkraftwerk Gösgen (KKG) wiederum hat seinen Geschäftsbericht 2025 veröffentlicht. Das KKG erzeugte im Jahr 2025 mit netto 3428 Millionen Kilowattstunden deutlich weniger Strom als im langjährigen Durchschnitt. Der Grund dafür ist der unplanmässige Stillstand nach Abschluss der ordentlichen Revision Ende Juni 2025. Die effektiven Jahreskosten zulasten der Partner beliefen sich in der Berichtsperiode auf 299,8 Mio. CHF. Erst seit kurzem ist das KKG wieder am Netz.