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Stromproduktion

Auch das Stromnetz leidet unter Hitze

Axpo drosselt, wie in vergangenen Hitzejahren auch, die Leistung der beiden Reaktorblöcke im Kernkraftwerk Beznau. Die Temperatur in der Aare steigt nämlich.

Auch andernorts plagen sich Stromnetze und Produktionen mit der Sommerhitze herum.

Das KKW Beznau nutzt das Wasser der Aare als Kühlwasser. Erwärmt sich dadurch der Fluss auf mehr als 25 Grad, wird die Leistung des Kraftwerks zurückgefahren, um das Ökosystem der Aare zu schützen. Allerdings kann Axpo davon absehen, wenn die Versorgungssicherheit gefährdet ist. Greenpeace nahm die Drosselung gleich zum Anlass, vor den Folgen der Kernenergie für die Gewässer zu warnen.

Auch in Frankreich mit seinem hohen AKW-Anteil kommt es zu Problemen. Das Energieunternehmen Enedis warnt vor einer Beeinträchtigung der Netzstabilität. Die unterirdischen Teile des Stromnetzes erhitzten sich. Es könne zu Ausfällen kommen. Stromriese EDF hat bereits einen Reaktor gestoppt. Die Versorgung sieht das Unternehmen nicht gefährdet. Sommerliche Einschränkungen würden die jährliche Produktion nur um wenige Prozent schmälern.

Allerdings steigt in solchen Sommern der Stromverbrauch durch eine stärkere Nachfrage nach Kühlsystemen stark an. Laut Cleanthinking.de stieg die tägliche Nachfrage im letzten Hitzesommer 2025 im Durchschnitt um bis zu 14 Prozent an. Gleichzeitig fielen wegen zu geringen Kühlwassermengen viele Kraftwerke aus. Die Folge: zeitweise um das Dreifache erhöhte Tagespreise an den Strombörsen. Laut dem Thinktank Ember ist es gerade die Solarenergie, die das Stromnetz in solchen heissen Zeiten stabil hält – Kühlung braucht es, wenn die Solarproduktion am stärksten ist.

Wetterprognosen rechnen erst für nächste Woche mit tieferen Temperaturen.