Zum Hauptinhalt springen
Solaranlage im Ausland unter wolkenverhangenem Himmel.
©Sikwe Scarter / unsplash
Stromproduktion

2025 weniger Solaranlagen installiert

Die neue Solarenergie-Statistik für das Jahr 2025 dokumentiert einen Rückgang der Neuinstallationen von Photovoltaikanlagen. Insgesamt nimmt die Leistung aber noch zu.

Die Statistik verzeichnet für 2025 zum ersten Mal seit 2017 einen Rückgang der Neuinstallationen von Photovoltaikanlagen, und zwar um 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Swissolar bleibt optimistisch.

Die Solarenergie-Statistik für das Jahr 2025 zeigt einen deutlichen Zuwachs der installierten Photovoltaikleistung auf neu 9,5 Gigawatt, die im vergangenen Jahr knapp 8 Terawattstunden (TWh) Strom lieferten, was nahezu 14 Prozent des Endverbrauchs entspricht. Solarstrom lieferte damit den grössten Teil der gesamten Stromproduktion aus neuen erneuerbaren Energien (ohne Wasserkraft) von 10,3 TWh. Für diese Technologien wurde im Rahmen der Energiestrategie eine Produktion von 11,4 TWh im Jahr 2035 angestrebt – dieses Zwischenziel wird bereits im laufenden Jahr erreicht. Zumindest in dieser Hinsicht ist die Energiestrategie 2050 umgesetzt. «Zur Erreichung des mit dem Stromgesetz 2024 neu gesetzten Ziels von 45 TWh erneuerbarer Energien ausserhalb Wasserkraft im Jahr 2050 braucht es dringend verbesserte Rahmenbedingungen», schreibt der Branchenverband Swissolar.

Unsicherheit und Konstruktionsfehler

Die Statistik verzeichnet für 2025 einen Rückgang der Neuinstallationen um 26 Prozent gegenüber dem Vorjahr. Für den Branchenverband ist dies das Resultat einer verunsichernden Energie- und Strompolitik des Bundesrats, gleichzeitig aber auch Symptom für die strukturellen Veränderungen im weltweiten Photovoltaikmarkt.

Die rasante Zunahme der Solarstromproduktion in den letzten Jahren führte zu deutlichen Verschiebungen am Strommarkt, mit tiefen Preisen über Mittag im Sommer und höheren Preisen in den Morgen- und Abendstunden sowie im Winter. Damit steigt für Swissolar die Bedeutung des lokal gespeicherten und verbrauchten Stroms. Sie kritisiert insbesondere bei den LEG Konstruktionsfehler, die leicht zu beheben wären: «Einerseits braucht es eine Anhebung des Rabatts auf die Netznutzung von 40 auf 60 % (bzw. 20 auf 40 % bei Nutzung mehrerer Netzebenen), andererseits die Möglichkeit, Strom zwischen den Netzebenen 5 und 7 oder umgekehrt zu handeln.»

Batteriespeicher leiten nächste Ausbauphase ein

Batteriespeicher sind ein zentrales Element der nächsten Phase des Photovoltaik-Ausbaus. Sie machen Solarstrom rund um die Uhr verfügbar, auch in der Nacht und bei schlechtem Wetter. Sie erlauben es, Produktion und Verbrauch optimal aufeinander abzustimmen und die Netzeinspeisung von Solarstrom bei tiefen Preisen zu vermeiden. Im vergangenen Jahr wurde eine zusätzliche Speicherkapazität von 490 Megawattstunden (MWh) installiert, 70 % mehr als im Vorjahr. Damit waren per Ende 2025 mehr als 93'000 Batteriespeichersysteme installiert, ein Plus von 42 % gegenüber 2024. Die gesamte installierte Kapazität lag Ende 2025 bei 1'380 MWh, womit der Tagesverbrauch von rund 140'000 Haushalten gedeckt werden könnte.

Swissolar erwartet für das laufende Jahr eine Stabilisierung der Photovoltaik-Installationen mindestens auf dem Niveau von 2025, da nun die neuen Instrumente zu greifen beginnen. Solarstrom dürfte im Jahr 2026 knapp 17 % des Strom-Endverbrauchs decken. Bei den Batteriespeichern dürfte sich der Boom fortsetzen – gegenüber dem Vorjahr dürfte sich die neu installierte Kapazität dieses Jahr nochmals verdoppeln.