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Luftaufnahme KKG
@kkg
Stromproduktion

Gösgen liefert wieder Strom

Seit heute Mittag liefert das Kernkraftwerk Gösgen (KKG) wieder Strom ins Schweizer Netz. Das Werk war nach Abschluss der Jahresrevision im Juni 2025 nicht wieder in Betrieb genommen worden.

Grund für den unplanmässigen Stillstand war der Einbau von gedämpften Rückschlagventilen im Speisewasser-Rohrleitungssystem, welche die bisherigen Rückschlagklappen ersetzen.

Durch diesen Austausch hat das KKG laut der Betreiberfirma «die bestehenden Sicherheitsmargen weiter erhöht». Die Wiederaufnahme der Stromproduktion erfolgte nach Prüfung und Freigabe durch das Eidgenössische Nuklearsicherheitsinspektorat (Ensi). In den nächsten Tagen wird die Leistung des KKG bis auf Volllast von 1060 Megawatt erhöht.

Prüfung und Fertigung

Bei einer geplanten Modernisierung identifizierte das KKG mögliche Überlastungen im Speisewasser-Rohrleitungssystem bei einem Rohrbruch im nicht-nuklearen Bereich. Der Befund wurde im März 2025 dem Ensi gemeldet. Nach der Jahresrevision wurde beschlossen, die Sicherheitsmargen durch den sofortigen Austausch der Rückschlagklappen im Speisewassersystem zu erhöhen.

Die Stromproduktion des KKG wurde deshalb nach Abschluss der Jahresrevision im Juni 2025 nicht wieder aufgenommen, und die Anlage in einen sicheren, abgestellten Zustand überführt. Während des Stillstands wurden für den Austausch der Rückschlagklappen durch gedämpfte Rückschlagventile umfangreiche Nachweise erstellt. Erst Anfang 2026 konnte der Einbau der Rückschlagventile erfolgreich abgeschlossen werden.

Mit diesen Verstärkungsmassnahmen verfolgt das KKG das Ziel, das sehr seltene, theoretische Störfallszenario «Brüche einer Speisewasserleitung» sicher zu beherrschen und die Sicherheitsreserven der Anlage weiter zu stärken.

Nächste Jahresrevision für Ende Mai geplant

Üblicherweise werden während einer Jahresrevision 36 der insgesamt 177 Brennelemente durch neue ersetzt. Der Reaktorkern ist nun nach dem Stillstand mit 44 frischen Brennelementen bestückt worden. Dies ermöglicht die Stromproduktion bis zur Revision 2027, ohne während der Jahresrevision 2026 weitere Brennelemente ersetzen zu müssen. Die Jahresrevision 2026 startet Ende Mai.